Projekt iNES – Die intelligente Netzstation
Herausforderung
Bedingt durch die wachsende Anzahl dezentraler Erzeuger (z.B. PV, BHKW) und Verbraucher mit hohem Leistungsbedarf (z.B. Elektrofahrzeuge, Wärmepumpen) kann es zu einer Umkehr des Leistungsflusses kommen. Daraus resultieren im Wesentlichen zwei Probleme.
Zum einen kann es im Verteilnetz zu einer Verletzung des Spannungsbandes
(DIN 50160) kommen. Und zum anderen kann an einzelnen Betriebsmitteln
eine Überlastung auftreten.
Zur Problemlösung bietet sich neben dem Netzausbau auch die Aufrüstung des Netzes mit Automatisierungstechnik und damit der Ausbau zu intelligenten Netzen an. Damit werden aktuelle Probleme, wie die Spannungshaltung bewältigt und ein optimaler und sicherer Betrieb des NS-Netzes gewährleistet.
Lösungsansatz
Das Projekt iNES befasst sich mit der Entwicklung einer an der Ortsnetzstation angesiedelten, intelligenten Automatisierungstechnik zur zyklischen Überwachung und Steuerung des NS-Netzes.
Ziele
- Optimaler und sicherer Netzbetrieb durch Aufrüstung mit Automatisierungstechnik
- Entwicklung eines neuen Verfahrens zur Leistungsflusserfassung und einer gezielten Regelung einzelner Erzeugungs- und Verbrauchseinheiten im Niederspannungsnetz
- Einbau von kostengünstiger Steuerungstechnik in bestehende Stationen
- Einbau von Messstellen/Sensorik und Aktoren in das Netz
- Mittels zyklischer Kommunikation wird der Netzzustand überwacht
- Dezentrale Regelung des Leistungsflusses in kritischen Situationen
- Unabhängigkeit vom übergeordnetem Leitsystem